Nabburg, 05.01.2016

Kein Freitag ohne THW auf der Autobahn

THW-Helfer leisten 1.760 Einsatzstunden bei 106 Einsätzen auf den Autobahnen

Jeden Freitagnachmittag ist es zwischenzeitlich seit über 20 Jahren zur Gewohnheit geworden, wenn sich die Helfer des Technischen Hilfswerkes aus Nabburg bei der Einsatzzentrale der Polizei über Funk anmelden und ihren Dienst an der A93 zwischen Ponholz und Luhe und an der A6 zwischen Amberg/Ost und Leuchtenberg aufnehmen um schnelle Hilfe leisten zu können. Die kleinste Panne, Unachtsamkeit oder geringfügiger Auffahrunfall reicht meistens aus, um ein Verkehrschaos auszulösen oder die Verkehrsteilnehmer in brenzlige Situationen zu bringen. Dort sind sie für die zuständigen Polizeidienststellen inzwischen unentbehrlich geworden und genießen ein hohes Ansehen.

„Das ist einmalig in Bayern und für mich bei aller Gewohnheit Woche für Woche eine echte Herausforderung diese Mannschaft zu stellen“, so der zuständige Leiter im Ortsverband Nabburg, Manfred Raab, bei der kürzlich vorgestellten Leistungsbilanz für 2015.

Die nicht ungefährliche Arbeit der THW-Männer beginnt mit jeder Störung auf der Autobahn. Mit ihrer speziellen Ausrüstung für eine schnelle technische Hilfeleistung und dem zwischenzeitlich entwickelten Fachwissen werden die Polizeikräfte vor Ort in vielfältiger Weise unterstützt. Dies geschieht mit einem für die Belange der Autobahn ausgestatteten  Einsatzfahrzeug und mit einer Mindestbesatzung von fünf THW-Helfern. Raab betonte in diesem Zusammenhang auch, dass die anfallenden laufenden Kosten aus den Haushaltsmitteln des Ortsverbandes zu bestreiten sind.

Mit Blick auf das vergangene Jahr teilte Raab mit, dass es erneut eine Steigerung der Einsatzstunden und der Einsatzzahlen zu verzeichnen gab. Die THW-Helfer haben insgesamt 1760 Stunden auf der Autobahn verbracht. Nahezu jeden Freitag waren neben dem Einsatzleiter die Helfer Christoph Bäumler, Jonas Gebhardt, Marco Meier und Fabian Raab dabei. Im Vergleich zu den Vorjahren stieg die Zahl der Einsätze wieder etwas an und man musste bei 106 Einsätzen Technische Hilfe leisten. Die Palette ist dabei sehr unterschiedlich. Unfälle mit Verletzten, LKW-Unfälle, Serienauffahrunfälle, Pannen oder Stauabsicherungen waren zu bewältigen. Und kurios dabei ist, dass seit Jahren immer wieder Einsätze mit Tieren dabei sind. Im vergangenen Jahr galt es wieder einmal einen verletzten Schwan von der Autobahn zu bergen. Trotz aller Bemühungen kam die Rettung hier zu spät und er musste leider aufgrund seiner Verletzungen von einem Tierarzt eingeschläfert werden.

„Auf unsere Einsatzzahlen können wir wieder sehr stolz sein und ich danke allen Helfern für die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement“, erklärte Manfred Raab in seinem Bericht. „Dies umsomehr, wenn man bedenkt, dass der Bereitschaftsdienst nur ein kleiner Teil des umfassenden Aufgaben- und Einsatzgebietes des THW-Ortsverbandes Nabburg ist. Ich denke hier nur beispielsweise an die Einsätze im Zusammenhang mit der Bewältigung der Flüchtlingsströme in Bayern, wo Helfer des Ortsverbandes teilweise wochenlang im überörtlichen Einsatz waren.

Ohne Komplikationen oder gar Unfällen in den eigenen Reihen läuft der Bereitschaftsdienst nun seit der Einführung und hierfür geht an die Nabburger THW-Besatzung ein dickes Lob. Dabei ist es nicht gerade einfach oder ungefährlich, mit Sonderrechten im Stau zu einer Unfallstelle zu fahren oder bei nur teilweise blockierten Fahrbahnen zu arbeiten. Genauso gefährlich sind die Arbeiten am Standstreifen, beispielsweise bei der Absicherung von Unfall- oder Pannenfahrzeugen. Nicht oft kam es gerade hierbei zu brenzligen Situationen. Er erinnerte hier an ähnliche Unfälle, bei denen oftmals Polizeifahrzeuge oder Sicherungsfahrzeuge der Autobahnmeistereien einfach übersehen werden. Manfred Raab betonte, dass Gefahrenpotential der Autobahn nie zu unterschätzen und immer ein wachsames Auge auf den fließenden Verkehr zu haben. 

Dank gilt auch dem örtlichen THW-Förderverein, der immer ein offenes Ohr für die Wünsche der THW-Autobahnbereitschaft hat und diese in vielfältiger Weise unterstützt.

Für 2016 kündigte man die Fortführung des wöchentlichen Autobahndienstes an. Raab bat dabei bei seinen THW-Helfern wieder um Unterstützung bei der Bewältigung der Aufgabe, was gerade in einer Zeit der beruflichen Belastung nicht immer einfach ist und den größten Respekt verdient.


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